Codecs und Bitrate
Der Codec ist ein Programm (bzw. Converter), das Signale digitalisiert (encodiert) und analogisiert (decodiert). Er ermöglicht, ursprünglich analoge Signale wie Video und Audio komprimiert in digitaler Form abzuspeichern, sie bei Bedarf jedoch wieder zu analogisieren und damit anseh- oder anhörbar zu machen. Codecs sind grundsätzlich von Dateiformaten oder Containern zu unterscheiden, auch wenn sie zum Teil dieselben Namen tragen. So können zum Beispiel in einem AVI-Container mit einem XviD-Codec erstellte MPEG4-Videospuren gemeinsam mit per LAME-Codec erstellten Audiospuren gespeichert sein. Beim Abspielen des im AVI-Format gespeicherten Films sorgen die genannten Codecs für die temporäre Erstellung einer für uns ansehbaren Audio-Version des grundsätzlich digital und komprimiert gespeicherten Datenmaterials.
Auch das Encodieren eines Audiosignals verläuft durch Dynamikreduktion und -kompression in der Regel verlustbehaftet. In Abhängigkeit vom verwendeten Codec kann dieser Prozess Folgen für die Bild- und Tonqualität oder die Kontinuität der Wiedergabe haben. Wer also Wert auf maximale Qualität legt, sollte sich mit den Eigenschaften der verschiedenen Codecs vertraut machen. Bei einer Datenkonvertierung spielen die Codecs des Quellformats und der des Zielformats eine Rolle. Während man auf ersteren keinen Einfluss hat, kann der zweite in manchen Fällen gewählt werden - zum Beispiel wenn ein Film im einen AVI-Format abgespeichert werden soll.
Für die Qualität ebenfalls entscheidend ist die Bitrate. Sie bezeichnet das Verhältnis von Datenmenge zu Übertragungszeit - zum Beispiel bedeuten 192 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) annähernde CD-Qualität. Während bei konstant limitierten Live-Streams meist mit der passenden konstanten Datenrate (CBR) gearbeitet wird, wird bei Offline-Anwendungen in der Regel eine variable Datenrate (VBR) angesetzt. Im Vergleich zu konstanten Datenraten bietet dieses flexible Verfahren eine gleichbleibend höhere Qualität bei weniger Speicherplatz. In Verbindung mit manchen Codecs (z.B. Vorbis) kann VBR auch für Live-Streamings eingesetzt werden: durch eine wählbare maximale Datenrate lässt sich in "ruhigen Phasen" Übertragungsvolumen sparen, ohne dass es beim Streaming datenintensiver Phasen zu Aussetzern kommt.
Der kostenlose Open Source Converter MediaCoder bietet die Möglichkeit, Codecs und Bitrate individuell einzustellen. Unerfahrene User erreichen über die Voreinstellungen ein solides Ergebnis.
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